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Digitalen Wandel sozial gestalten: SPÖ präsentiert 12-Punkte Programm

 

Die Digitalisierung verändert zunehmend unsere Arbeits- und private Lebenswelt. Die SPÖ hat ein Programm vorgelegt, wie der digitale Wandel so gestaltetet werden kann, dass alle davon profitieren und soziale Errungenschaften erhalten bleiben.

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Das vom SPÖ-Parlamentsklub erarbeitete Programm für den digitalen Wandel umfasst Fragen der Aus- und Weiterbildung, rechtliche Rahmenbedingungen für neue Arbeitsformen und Fragen der Finanzierung des Sozialstaats. „Digitalisierung zu gestalten, heißt auf der einen Seite technologische Innovationen voranzutreiben - es heißt aber auch, die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass alle vom digitalen Fortschritt profitieren“, sagt SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder. Mit den von der SPÖ vorgelegten 12 Punkten wird es gelingen „die Digitalisierung als Chance für alle Menschen in Österreich wahrzunehmen -  und zwar in einer sozial ausgewogenem Art und Weise“, betont Digitalisierungs-Staatssekretärin Muna Duzdar.

 

Digitalisierung muss im Klassezimmer ankommen

In Zeiten großer Veränderungen, wenn alte Berufsbilder verschwinden und neue entstehen, nimmt Bildung eine entscheidende Rolle ein: „Wir müssen ArbeitnehmerInnen darauf vorbereiten und ihnen rechtzeitig Möglichkeiten zu Weiterbildung und Umschulung“, betont Schieder. Außerdem muss die Digitalisierung im Klassenzimmer ankommen. "Unser gemeinsames Ziel ist es, die digitale Kluft zu schließen und allen Menschen die Chance zu geben, an der Digitalisierung teilzunehmen - unabhängig vom Geldbörsel”, sagt Bildungsministerin Sonja Hammerschmid.

 

Die SPÖ fordert daher im Bereich Aus- und Weiterbildung:

  • Digitale Grundkenntnisse im Lehrplan ab der Volksschule verankern
  • Digitale Kompetenzen in der Ausbildung der PädagogInnen verankern
  • Gratis-Tablets ab der 5. und Laptops ab der 9. Schulstufe, kostenfreier Zugang zu E-Learning-Tools
  • Steigerung der jährlichen AbsolventInnen-Zahl in MINT-Fächern um 30 Prozent und Steigerung des Frauenanteils
  • Ausbildungspflicht bis 18 und Ausbildungsgarantie bis 25
  • Rechtsanspruch auf Weiterbildung und Qualifizierungsgeld
     

Soziale und arbeitsrechtliche Standards sichern

Bislang geht die Digitalisierung stark mit prekärer Beschäftigung, wachsender Unsicherheit für ArbeitnehmerInnen und verschwimmenden Grenzen zwischen Beruf und Privatleben einher. „Uns geht es darum, soziale und arbeitsrechtliche Standards zu sichern“, betont Schieder. Im Bereich Crowdworking arbeiten viele Menschen in einem gesetzlichen Graubereich. Hier will die SPÖ daher eine gesetzliche Regelung erarbeiten und eine europäische Crowdworking-Richtlinie auf den Weg zu bringen.

 

Im Bereich neue Arbeitsformen fordert die SPÖ:

  • Arbeitszeit-Flexibilität muss mit mehr Zeitsouveränität für die Beschäftigten einhergehen
  • Grenzen zwischen Arbeitsleben und Privatleben müssen beachtet werden
  • Regeln für Crowdworking und Co.
  • Initiative für europäische Crowdworking-Richtlinie
  • Digitale Plattformen müssen mit Finanz- und Sozialbehörden kooperieren
     

Finanzierung des Sozialstaates sichern

Um das Niveau unseres Sozialstaats aufrecht zu erhalten, werden die Abgaben auf Löhne in Zukunft nicht ausreichen. „Wir müssen auf andere Elemente der Wertschöpfung wie Gewinn oder Kapital zurückgreifen, um die Finanzierungsgrundlage zu verbreitern und den Faktor Arbeit zu entlasten“, erklärt Schieder. Eine kürzlich präsentierte Studie zeigt: Man kann „nicht automatisch davon ausgehen, dass mit der Digitalisierung Arbeitsplätze verlorengehen“, sagt Duzdar. "Dennoch ist es notwendig, sich Gedanken über die Finanzierung des Sozialsystems zu machen. Auch das gehört zur Gestaltung der Digitalisierung, die wir so notwendig brauchen.“

 

Im Bereich Finanzierung fordert die SPÖ daher:

  • eine Verbreiterung der Bemessungsgrundlage

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